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Die Beringstedter Wassergenossenschaft

Am 23. März 1914 haben 36 Beringstedter Bürger den weitsichtigen Entschluss gefasst, eine zentrale Wasserversorgung aufzubauen. Sie gründeten eine Genossenschaft und wählten einen

Vorstand:                                 Heinrich Wieben, Eggert Lucht, J. Harms

einen Aufsichtsrat:                   Ehler Holm, Hans Detlef Ruge, Heinrich Schrum

sowie einen stellvertretenden

Aufsichtsrat:                             Otto Rosenkranz, Hans Jakob Timm, Hans Wendell

und ein Schiedsgericht:           Ehler Voß, Hermann Voß, Hans Greve

Noch im selben Jahr wurde mit dem Bau begonnen.

Firma Sievers und Steffen bohrte den Brunnen.

Das Rohrleitungsnetz wurde von den beiden Beringstedter Schmiedemeistern Greve und Wensien, der Wasserturm vom Maurermeister Heinrich Evers errichtet.

Die Erstellungskosten beliefen sich auf gut 17.000,-- Mark (Kaiserzeit), die fast ausschließlich über Kredit finanziert wurden. 

Wasserturm und Windrad         Wilhelm Krogh 1935 beim Windrad am Wasserturm

Die obigen Bilder hat Waltraut Küpers zur Verfügung gestellt. Auf dem rechten Bild ist ihr Opa, Wilhelm Krogh, zu sehen in den 1930er Jahren, wahrscheinlich bei Reparatur- oder Wartungsarbeiten am Windrand. Er war Mechaniker. Das linke Bild zeigt den Wasserturm fotografiert aus dem Gartens der Fam. Krogh, Schulberg 6.

Bei dem Luftbild aus den 1950er Jahren ist das Windrad bereits demontiert.

Schulberg Wasserturm       

1952               wurde die Wasserturbine von Wind auf Elektroantrieb umgestellt. Ein Jahr später hat man das Windrad (ein Wahrzeichen Beringstedts) abgerissen. Der einserne Turm stand dann noch einige Zeit ohne Windrad auf dem Schulberg und wurde dann, weil die Berufsgenossenschaft bedenken angemeldet hat, an Max Walter Voß verkauft, der als gelernter Schlosser u. Maschinenbauer, die Aufgabe übernahm diesen Turm zu demontieren. Viele dieser demontierten Teile konnte er für weitere Zwecke verwenden und weiterverkaufen.

1963               hat man eine Druckkessel-Anlage errichtet.

1964               Erst jetzt (50 Jahre nach Gründung) bekam man von der Bahn die Erlaubnis, die Trasse zu unterführen und auch den nördlichen Teil des Dorfes mit Wasser zu versorgen.

1974              wurde der eigentliche Wasserturm abgerissen, weil hier ein neues Gerätehaus für die Feuerwehr errichtet wurde.

Anfang der 1980er Jahre stellte sich heraus, dass der Nitratgehalt im Wasser zu hoch war. Vorstand und Aufsichtsrat planten mit einem Investitionsvolumen von 230.000,-- DM eine neue Pumpstation. Durch eine Umlage der 217 Mitglieder von je 900,-- DM im Jahr 1986 konnte dies finanziert werden.

Das Wasser wurde nicht mehr wie sonst aus 27 Metern, sondern wird jetzt aus 180 Metern Tiefe aus zwei Brunnen gefördert.

2014               feierte die Wassergenossenschaft ihr 100jähriges Bestehen.