Gebaut wurde das Haus in der Hermannstraße                               Hausbild hinzufügen

1950         von/für           Meta Zech

(Erzählt von ihrem Sohn Peter Zech als er schon über 80 Jahre alt war. Er stellte auch die Bilder zur Verfügung).

Sie kamen 1946 als Flüchtlingsfamilie nach Beringstedt, Meta Zech zusammen mit den Söhnen Joachim und Peter, der Tochter Hanna, der Tante (der Kinder) Elise Meyer, dem Onkel Paul Brunn und Mutter/Oma Marta.

Sie wurden vom damaligen Bürgermeister H. Harms und seiner Helferin Wilma Illing im Altenteilerhaus bei dem Landwirt Markus Kröger (Friedenstr., heute Torsten Breiholz) untergebracht. Zu dieser Zeit wohnten sie mit 30 (!) weiteren Personen in diesem Haus, insgesamt 4 Familien! (Heute für viele unvorstellbar !!! )

Dort arbeitete sie auf dem Hof von Martin Kröger in der Alten Dorfstraße (später Breiholz) als Melkerin. Oft mußte Sohn Peter dann mit. Im Sommer wurde auf der Weide gemolken und früh morgens hat er sich dann, weil er barfuß war, in einen Kuhfladen gestellt, weil dieser noch schön warm war. (Dies erzählte er mir einmal lächelnd bei einem Besuch, als er schon über 80 Jahre alt war). Ja, so war das damals, sagte er noch.

Die Zeit bei Herrn Kröger hatte Peter Zech in guter Erinnerung. Einmal, so erzählte er noch, fuhr Herr Kröger mit mir zusammen auf dem Fahrrad nach Tönning. Dort verbrachte ich dann einige Zeit in den Sommerferien bei einer Familie, die dort eine Meierei besaß (wohl Bekannte). Vielleicht war das ausschlaggebend für meinen späteren Beruf. Dann wurde in der Hermannstraße ein Haus gebaut und die Familie zog dorthin. Dann erzählte er noch, daß er hier in Beringstedt eine, den damaligen Umständen entsprechende, schöne Kindheit hatte:       siehe hierzu die Hausgeschichte Birkenweg 4

Der Neubau in der Hermannstraße

Das Haus der Familie Zech in der Hermannstraße wurde 1950 von Markus Kröger gebaut. Seine Tochter heiratete in diesem Jahr und der Platz im Haus Friedenstraße 13 wurde für die eigene Familie benötigt. Um die Flüchtlingsfamilie unterzubringen, wurde deshalb in der Hermannstraße ein Haus für sie gebaut. Später ging das Haus in den Besitz von Meta Zech über.

Erzählt von Peter Zech und aufgeschrieben von seiner Tochter im Dezember 2015

Die Geschichte der Familie Zech

Unsere Flucht aus Alt-Valm:       heute Polen

Der 2. Weltkrieg war schon ein paar Tage alt und die Front der russischen Panzer rückte immer näher. Im April 1944 wurde ich eingeschult, konnte aber nur ein paar Tage in die Schule gehen, weil sie immer wieder mit (verwundeten) Soldaten belegt war. Es wurde uns unter Strafe verboten die Heimat zu verlassen, aber am 27. Januar 1945 geriet Alt Valm unter Beschuß der russischen Armee und wir verließen daraufhin unsere Heimat. Rechtzeitig hatten wir schon Maßnahmen dafür getroffen: der Pferdewagen wurde mit den notwendigsten Sachen bereitgestellt, die Tiere ließen wir aus dem Stall und einige Sachen für die Flucht hatten wir in einem Versteck vergraben. Es war Winter und sehr kalt. Meine beiden Opas waren schon verstorben, nur meine Eltern, meine Geschwister, auch zwei Tanten und beide Omas nahmen wir mit auf die Flucht. Es wurde immer gesagt, daß es nur für eine kurze Zeit sein sollte.

Eine Ansichtskarte von Alt-Valm, zur Verfügung gestellt von Peter Zech

Ansichtskarte aus Alt Valm Pommern für website

Am 4. März 1945 holten uns die Panzer der russischen Armee ein und sie nahmen uns all unsere Habseligkeiten weg. Wir wurden in Sternin (heute Polen) untergebracht. Mein Vater wurde mitgenommen und wir hörten nie wieder etwas von ihm. Nach fast einem Jahr Aufenthalt in Sternin brachte uns ein Bahnwaggon über die Oder bis Treptow und weiter nach Segeberg. Die Engländer setzten uns am 7. April dort nochmals in den Zug, mit dem wir dann über Neumünster nach Beringstedt fuhren. Dort empfing der damalige Bürgermeister Hans Harms alle Flüchtlinge, die er in 3 Familien aufteilte. Im Haus von Martin Kröger (Altenteilerhaus, Friedenstr. 13) haben wir Unterschlupf erhalten. Vier Familien wohnten bis 1950 dort, dann bezogen wir ein Haus in der jetzigen Hermannstraße.

……Ende….

Familie Zech:

Die nachfolgenden Bilder wurden nach ihrem Tod im Haus von Gisela Zech (Schwägerin zu Peter und Margret, sie wohnte im Haus Birkenweg 2) von ihrer Erbin gefunden und sind erhalten geblieben:

Oma Marta                                                           Onkel Paul    

Familienalbum 1 Zech Brunn          Familienalbum 1 Zech Paul Brunn

 

 Meta Zech, links auf diesem Bild zu sehen

Familienalbum 1 Zech mit Mata und jpg

 Der Sohn Joachim Zech mit seinen Faustball-Kammeraden

Faustballer mit Jochen Zech

In der Mitte stehend, aufgenommen nach einem Faustball-Turnier auf dem Schulberg. Die anderen jungen Männer sind v.l.: Wilh. Lamprecht, Jochen Zech, Walter Heesch, vorne hockend:  Helmut Evers und Horst Meier. Sein Vater Kurt `Ted´ Meier (Steinbergstr. 17) war seinerzeit der Organisator beim TSV Beringstedt. Auch in der Tischtennis-Sparte war er sehr aktiv, genauso wie Tochter Anke und Sohn Horst.

 

Die nächsten Besitzer wurden

Familie Werner Matthiessen     …

 

Fortsetzung folgt.

 

 

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